Kanada 2018 – Teil 1 – Vancouver

Unsere Stationen im Überblick und hier bei google maps:


Reisetag 1: Anreise München – Vancouver

Von München ging der Flug am späten Nachmittag los. Das kam uns sehr gelegen, da unser Mädl noch ihren Mittagsschlaf zu Hause machen konnte. So kam sie nicht ausgeruht und entspannt am Flughafen an und machte den ganzen Trubel rundherum super mit. Das Gepäck hatten wir am Vortag bereits aufgegeben. Wir gingen also nur mit Handgepäck und Buggy mit MaxiCosi zum Gate.

Ich sitze eigentlich gern am Fenster, um den seltenen Anblick der Welt von oben genießen. Wir hatten aber Plätze im Innenbereich, da wir das Babybett reserviert haben. Zu meiner Überraschung konnten wir per Kamera (drei Perspektiven) die Außenwelt an uns vorbei fliegen sehen. Der Blick auf die (Eis- und Schnee-) Landschaften von Island und Grönland war grandios.

Unsere Landung in Vancouver war ortszeit später nachmittag. Vom Flughafen aus ging es mit dem Taxi durch die City, über die Lions Gate Bridge nach Nord-Vancouver. Hoch oben auf dem Berg in der East Balmoral Road hatten wir eine Unterkunft im Mountain Bed&Breakfast bei Stefka und Ivan gemietet. Die beiden waren wunderbare, freundliche Hosts und das Frühstück war jeden morgen ein Traum – selbstgebackenes Brot, Muffins, Cakes und vieles mehr.

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Reisetag 2: von der Hafenpromenade zum und durch den Stanley Park

Ein paar Minuten vom B&B entfernt ist eine Busstation (Linie 230), die direkt zum Lonsdale Quay führt. Die Busfahrer waren super nett und nahmen uns jeden Tag „schwarz“ mit, weil wir das Tagesticket erst unten am Quay kaufen konnten. Noch extrem aufgefallen ist uns, dass die Leute wahnsinnig hilfsbereit und freundlich sind. Viele haben uns angsprochen, wo wir herkommen und was wir machen. Jedesmal standen Leute auf, um einen Platz für Mama/Papa und Kind anzubieten oder gingen weiter nach hinten, damit wir Platz hatten für den Kinderwagen. Das kenne ich aus dem Münchner Nahverkehr leider auch ganz anders 😦

Mit dem Seabus fuhren wir zur Waterfront-Station und gingen von dort zu Fuß Richtung Stanley Park. Die Hafenpromenade mit dem Canada Place, den Schiffen, dem Wasserflugzeug-Terminal und dem Spray Park (leider war es zu kalt fürs Plantschen) boten allerhand Spannendes zu beobachten.

Durch den Seaside-Park ging es zur Bushaltestelle und per Bus weiter zum Stanley-Park. Der Park ist riesig. Wir haben uns für heute die Süd/Ost-Seite vorgenommen. Wunderschön kann man durch den Park schlendern, auf großen oder kleinen Wegen. Wir sind zunächst südlich Richtung Yachthafen gelaufen, um auf den Seawall Path zu gelangen. Vorbei an Straßenkünstlern und Kunstwerken, den Totem Poles und dem Hallelujah Point führt der Weg immer mit Blick auf die Skyline. Ab und an startete oder landete ein Wasserflugzeug oder fuhr ein großes oder kleines Schiff vorbei. Entlang des Weges führten Treppen hinunter zum Ufer – perfekt zum Muscheln und Steine suchen. Ab dem Brockton Point Lighthouse hat man Nord-Vancouver und die Lions Gate Bridge im Blick. Bei Lumberman’s Arch gingen wir von der Küste wieder ins Parkinnere zur Park-Railway, genau das richtige für unseren großen Eisenbahnfan.

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Reisetag 3: Grouse Mountain – der Hausberg von Vancouver

Mit dem Bus ging es zum Quay und von dort aus weiter zum Grouse Mountain (15-20min Fahrt). Wir fuhren mit der Gondel – die am Ende einen witzigen Überraschungseffekt hat – auf 1.250m. Oben erwartet einen ein Restaurant mit Shop, ein Heliport und ein mit Bärenspuren ausgewiesener Rundweg vorbei an vielen geschnitzten Skulpturen zu den beiden Grizzlybären Grinder und Coola. Mit einem Sessellift kann man bis zum Gipfel hochfahren und einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt und die nahen Berge erhalten.

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Reisetag 4: Downtown, False Creek, Kitsilano Beach, Granville Island

Heute wollten wir in das „Stadtleben“ eintauchen. Unser Großer wollte als erstes den Hauptbahnhof sehen. Per Bus, Seabus und Skytrain fuhren wir bis zur Mainstreet/Science Center und liefen zum Hauptbahnhof. Aber kein Zug war da. Der nette Security klärte uns auf, dass hier nur wenig Züge wie z. B. Rocky Mounteneer fahren und man auf dem Monitor konnte sehen kann, wo sich die Züge gerade befinden. Außerdem kommt man ohne Tickets gar nicht in Gleisnähe. Nach dieser kleinen Enttäuschung gab es erstmal ein Schokoeis und der Frust war schnell vergessen.

Vom Skytrain aus haben wir einen großen Spielplatz nahe des Science Centers gesehen. Den musste der Große naturlich erkunden. Beim Rundgang um das Science Center hat man einen herrlichen Blick auf den Meeresarm False Creek.

Mit den kleinen blauen Fähren (False Creek Ferrys) fuhren wir mit tollen Ausblicken auf die Stadtskyline, vorbei an großen und kleinen Piraten, unter Brücken hindurch zum Kitsilano Beach. Dort besuchten wir das Maritime Museum und natürlich den Strand. Auf dem Rückweg stiegen wir in Granville Island aus und schlenderten durch das Künstlerviertel und über die Promenade.

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Reisetag 5: Lynn Canyon Park

In den Reiseführern wird mit dem Besuch der Capilano Suspension Bridge geworben. Unser Host sagte, wir sollen lieber in den Lynn Canyon Park gehen. Die Brücke ist zwar nicht ganz so hoch aber nicht minder aufrengend, sie ist kostenlos und es ist weniger los. Das Lynn Valley ist ein Regenwaldgebiet mit über 100 Jahre alten Douglasien und Riesenlebensbäumen im Norden von Vancouver.

Mit dem Bus fuhren wir zum Park. Der Parkweg ist manchmal lose, manchmal befestigt. Unser Mädl hatten wir heute in der Manduca dabei. Definitiv die richtige Entscheidung. Mit Kinderwagen ist der Weg nicht zu machen, wegen der vielen Stufen und der Hängebrücke.

Gleich zu Beginn erwartete uns die Hängebrücke, die ca. 50m hoch über die Schlucht führt. Sehr beindruckend war der glasklare 30 Foot und der 90 Foot Pool und diese unglaubliche Stimmung im Wald. Die Farben der Bäume und Farne war richtig sattgrün. Durch den Wald kamen wir zur zweiten Brücke der Twin Falls Bridge und der Weg führte zurück zum Eingang. Dort ist ein kleines Restaurant.

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Reisetag 6: Gastown, Chinatown und Second Beach (Stanley Park Westseite), Lost Lagoon

Unser letzer Tag in Vancouver sollte nochmal eine Mischung aus Stadt und Natur werden. Bei wunderbarstem Wetter schlenderten wir durch Gastown u. a. zur Steam Clock – eine Dampfuhr, deren Pfeifen zur vollen Stunde eine Musik pfeifen. Unser nächstes Ziel war Chinatown. Wir hatten uns etwas mehr erwartet. Es sah aus wie in anderen Stadtvierteln, wenig China.

Danach fuhren wir mit dem Bus wieder in den Stanley Park, aber diesmal zur West-Seite. Durch den Regenwald im Stanley Park liefen wir von der Busthaltestelle westwärts über große und kleinere Abendteuerwege zum Ferguson Point. Dort spazierten wir auf dem Rundweg (Stanley Park Seawall) zum Second Beach und verbrachten dort einige entspannte Stunden. Der Rückweg führte uns vorbei an der Lost Lagoon. Zum Essen waren wir in Gastown in der Old Spathetti Factory. Dort gab es einen ganzen Zugwaggon als Spielplatz für den Großen.

Was auf der Liste stand, wir aber nicht geschafft haben und weswegen wir nochmal nach Vancouver müssen:

– Whalewatching: Mit dem Wasserflugzeug kann man nach Victoria (Vancouver Island) fliegen und dort zum Whalewatching. Mit den Kindern ist Whalewatching in den Zodiacs nicht möglich. Und alleine habe ich mich nicht ins Wasserflugzeug getraut.

– Ausflug Richtung Norden auf dem Sea to Sky Highway z. B. nach Squamish zur Sea to Sky Gondel. Wir hatten kein Auto in Vancouver gemietet.

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Reisetag 7: Auf in die Rocky Mountains